Thailand – die ersten Eindruecke

Eine Zusammenfassung fuer den Anfang

Nach dem ich den einem oder den anderem diverse Berichte über das Leben, das Land und die Leute geschickt habe steigt die Nachfrage nach solchen Information bei dem einen und dem anderen an. Jetzt kommt meine Faulheit in’s Spiel. Da ich mal dem einem etwas schicke, dann mal dem anderen, meist sind es unterschiedliche Fragen und Antworten, aber in Summe könnte es auch andere Leser interessieren, habe ich so in meiner kleinen (70 m2) Kammer beschlossen einen, in lockerer Folge einen „News Letter“ herauszugeben. Wenn jemand einen besseren Namen kennt, kein Problem, her damit.
Da dies die erste Ausgabe werden soll und nicht alle Leser auf dem gleichen Stand sind, werde ich erst mal versuchen alle auf dem selben Stand zu bringen. Nein, ich habe nicht vor das Wissen eines jeden auf alle anderen zu übertragen. Ich meine damit die Informationen welche ich schon an andere verschickt habe.

Was war los im Jahr 2000

Das letzte Jahr verging für mich wie im Fluge, warum, dass dürften die meisten wissen, auch was in diesem Jahr alles schiefgelaufen ist. Jedenfalls lebe ich seit 13 Juni 2000 in Bangkok / Thailand. Eines habe ich endlich erreicht, ich friere nicht mehr. Unsere durchschnittliche Außentemperatur beträgt in der Kalten Jahreszeit 31 C (November bis Februar) in der Heißen Jahreszeit 35C (März bis Juli) und 31 C in der Regenzeit. Die Temperatur ist doch richtig ausgeglichen oder? Ein kleiner Hinweis, die Kalte Jahreszeit ist deshalb kalt, weil nachts die Temperatur auf bis zu 20 Grad absinken kann. Für unsere erfrorenen Thais ist das schon lange ein Grund die Winterjacke – Daunen gefüllt – auszupacken (das meine ich ernsthaft so).

Bei der Firmengründung, welche ich ursprünglich in Bangkok begonnen habe gab es zuviel Streit mit den Shareholdern bzw. den Teilhabern. Daher bin ich aus der Firma am 17 Oktober 2000 ausgeschieden und habe kurze Zeit später eine Position im Management bei einer thailändischen Firma erhalten. Die meisten Leser kennen ja sowieso die Vorgeschichte. Soweit die Kurzversion was war mit mir im Jahre 2000 los. Aber eigentlich soll das ja gar nicht das Thema dieser News Letters werden.

Bangkok – Die Stadt der Engel

Trotz des gleichen Namens auf Deutsch hat diese Stadt nichts gemeinsam mit Los Angeles, was ja auch Stadt der Engel bedeutet. Das einzige gemeinsame ist vielleicht die Einwohnerzahl, sie wird offiziell mit 8 Millionen angeben, offiziell heißt es aber auch das die Schätzungen bei ca. 14 Millionen Einwohnern liegen. Bangkok oder Krung Thep wie es in der Landessprache in der Kurzform heißt, hat den längsten Städtenamen der Welt.

กรุงเทพมหานครอมรรัตนโกสินทร์

มหินรายุธยามหาดิลกภพนพรัตนราชธา

นีบูรีรมย์

อุดมราชนิเวศมหาสถานอมร

พิมานอวตารสถิตสักกทัตติยะวิษณุ

กรรมประสิทธ

Great city of angels, supreme repository of divine gems, great unconquerable land, grand and prominent realm, royal and delightful capital city full of nine noble gems, highest royal residence and grand palace, divine shelter and home of the reincarnated spirits.

Ich hoffe die Uebersetzung – Thai => Englisch – ist soweit koorekt.

Was ich noch gelesen haben das Angels meint eigentlich nicht Engel aber ich finde die korrekte Uebersetzung nicht mehr an. 😦

Die Stadt liegt am Fluss der Chao Phraya oder auch Mae Nam (Mutter Wasser) genannt wird. Die Altstadt – sprich China Town und der Königspalast ist in der Nähe oder am Fluss – der Rest ist Großteils Neustadt, da früher an der Stelle nur Felder waren. Ein richtiges Stadtzentrum gibt es nicht, dafür aber viele davon. Auf Anhieb fallen mir etwa 8 Stadtzentren ein. Alle weisen unterschiedliche Charaktere und Bereiche auf. Gemeinsam haben sie nur die Konzentration an Geschäften und Wohnungen. Das Problem ist eine Stadt und deren Einwohner zu beschreiben wenn das die Größte Stadt des Landes ist und die Einwohner im Durchschnitt das 4 bis 6 fache des restlichen Landes verdienen.

In Bangkok ist der Durchschnittsverdienst bei ca. 15000 Baht im Monat. Für eine Euro bekommt man im Moment ca. 50 Baht. Das ganze ist Abhängig von US$ Kurs zum Baht und wiederum vom US$ Kurs zum Euro – viel Spaß also beim Rechnen.

Die Leute im Up-country wie alles außerhalb der Stadt heißt haben ein monatliches Durchschnittseinkommen von ca. 7000 Baht. Die Ausbildung ist genauso unterschiedlich. Wem wundert’s dann wenn viele Leute vom Land in die Stadt kommen und hier feststellen das die Stadt nicht das Paradies ist und so entstehen dann die Slums und man kann es nicht verschweigen, die Frisch Fleisch Zufuhr der großen touristischen Vergnügungsviertel der Stadt. Trotz allem ich will den Versuch wagen und versuchen eine Beschreibung zusammen zustellen.

Die Ausdehnung der Stadt ist von West nach Ost ca. 40 km und von Süd nach Nord ca. 60 km. Eventuell kann man das Ruhrgebiet damit vergleichen aber mit dem Unterschied, daß das ganze eine Stadt ist. Irgendwo habe ich mal gelesen Bangkok ist etwas mehr als doppelt so groß wie ganz Berlin inklusive aller Vororte. Vielleicht kann man sich dann was darunter vorstellen, ich jedenfalls nicht. Was ich mir aber angewöhnt habe, nicht in km, sprich Entfernung zu denken, sondern in Zeit, wie lange brauche ich von Punkt A nach Punkt B, das ist wesendlich besser. Die Stadt selbst liegt im Mittel 50 cm über dem Meeresspiegel. Die höchste Erhebung, wenn man von den Hochhäusern absieht, ist ein künstlich errichteter Berg – Golden Mountain – mit ca. 300 Meter. Auf der anderen Seite liegt der Grundwasserspiegel gerade mal ca. 1 Meter tief. Somit ist fast jeder Tiefbau unmöglich wenn nicht ein enormer Aufwand getrieben wird. Die Häuser haben keine Keller, ausser die Hochhäuser. Der Rest wird durch Pylonen abgefangen. Die Gefahr, das ein Gebäude aufschwimmt ist zu hoch. Es ist auch bei einem Haus mit 27 Stockwerken passiert, damit ist es bei Bauende Abrissreif gewesen. Irgendwas war falsch geplant, die tiefgreifenden Pfeiler haben denn Keller nicht gehalten und er ist in das Erdgeschoss und den ersten Stock eingedrungen. Zu all den Problemen einer so Grossen Stadt kommt dann noch der Wildwuchs der Häuser hinzu. Nicht das es so etwas wie eine Bauaufsichtsbehörde gibt aber was bringen 2 oder 3000 Beamte bei solchen Ansammlungen an Häusern. Vor allem die Slums sind ja alle auf Stadt oder Bahngrund errichtet, selbstverständlich ohne Einverständnis oder doch? Zuminderst diese Frage stelle ich mir oft. Die Gebäude sind kurze Zeit nach der Neubesiedlung fest Holzbauten mit Strom und Wasseranschluss und die Stadt, bzw. Bahn verlangt auch noch Pacht für den Grund. Auf der anderen Seite steht die Baubehörde und meint Abreißen, da dürfen keine Häuser gebaut werden. Wie ich dann herausgefunden habe, wird nach weiteren 5 bis 10 Jahren Behördenstreit der Boden offiziell den Hauseigentümern verkauft oder teilweise, so wie es im Dezember 2000 der Fall war, von Bahn den Bewohnern auf 100 Jahre kostenlos überlassen. Aber erst nach solchen Veröffentlichungen werden auch offiziell Strassen dorthin gebaut. Das vorher schon aus versehen dort Strassen entstanden sind muss reiner Zufall sein.

Früher war Bangkok das Venedig des Fernen Ostens, anstatt Strassen gab es Kanäle und die Häuser waren mit Laufstegen verbunden, heute sind die Kanäle fast alle zugeschüttet oder einfach unter die Strassen verlegt worden. Einen kärglichen Überrest davon findet man noch in Thomburi, das ist auf der anderen Seite des Chao Phraya gelegen. Die Stadt selbst besteht aus einigen großen Stadtbezirken, die alle ihr eigenes Stadtzentrum haben. Ein richtiges Stadtzentrum gibt es aber nicht.

Die Europäer findet man fast alle entlang der Sukhumvit Road an. Da haben sich daher alle Firmen niedergelassen die direkt von diesen leben. In den anderen Bereichen der Stadt leben die westlichen Ausländer nur mehr sehr spärlich verteilt – ich bin einer davon. Das Problem das man in den Ausländerbereichen hat, ist das viele Geschäfte auf Fremdenfang aus sind und in der Regel auch westliche Preise bei asiatischer Qualität haben. In dem Bereich – Phaya Thai – wo ich lebe gibt es sehr wenig Ausländer, hier ist es richtig angenehm, keine lästigen Tuk Tuk Fahrer, keine Straßenverkäufer die einem alle 5 Meter was verkaufen wollen, sondern ganz normale Thai Händler die auch mir noch Skonto und sonst alles mögliche geben. In erster Näherung aber freundlich und unaufdringlich sind. In den „Farang“ Hochburgen wird man schief angesehen wenn man nur 20 Baht Trinkgeld gibt, in den Einheimischen Bereichen, wird man schief angesehen wenn man soviel gibt. So unterschiedlich können die Leute sein. Dafür habe ich das Problem hier wo ich wohne spricht kaum einer Englisch, na ja ich vielleicht etwas Thai, aber sehr sehr „strong“ wie mir immer gesagt wird. Wenn ich das Aussprache hinbekomme stimmt die Stimmlage nicht oder umgekehrt. Aber ich komme vom Thema ab, das war die Stadt. Nun die Stadt ist eine Mixtur aus Hochhäusern und Hochhaus Ruinen sowie Hunderttausende kleiner Häuser in der Bauform von chinesischen Townhouses. Die Hochhausruinen sind die Überreste der Wirtschaftskrise und ob die jemals weitergebaut werden, wissen die Götter. Die Hochhäuser auf der anderen Seite, sind teilweise bis zu 65 Stockwerke hoch. Im Durchschnitt liegen sie aber bei nur 35 Stockwerken. Dazwischen gibt es noch ca. 300 Tempel und Tempelanlagen, Parks und Klongs (Kanäle) und … und … und…

Das Straßennetz in Bangkok

Wer nur das deutsche Straßennetz kennt, wird hier einfach von den Straßenbauten erschlagen. Das Straßennetz ist bei weitem nicht so dicht wie in deutschen Städten, dafür aber mächtiger. Es gibt eigentlich nur 4 Strassen die sich fast geradlinig von Ost nach West erstrecken. Das ist die Rama 4 (die südlichste), Rama 1 / Sukhumvit, Petchaburi / New Petchaburi, Ratchawithi / Rama 9 (die nördlichste). Von Norden nach Süden sieht es auch nicht besser aus, das ist im Westen ist es die Phaya Thai, Radjamri, Asoke (Sukhumvit 21), Ekamai (Sukhumvit 61). Das es noch Hunderte von Strassen und Seitenstrassen (diese nennt man hier Soi) gibt, ist selbstverständlich. Aber diese Strassen sind neben den Stadtautobahnen (Tollway da sie Geldkosten) und den Motorways (kosten nichts) die Hauptverkehrsadern der Stadt. Selbstverständlich gibt es noch große Kanäle und den Chao Phraya River. Da findet man die schnellsten Verkehrsmittel neben dem Sky Train in Bangkok, die Boot-Busse und Expressboot-Busse. Oder wie bezeichnet man einen Bus der als Boot am Wasser fährt? Die oben angeführten Hauptstrassen haben teilweise bis zu 10 Spuren in eine Richtung sprich bis zu 20 Fahrspuren und die meisten dieser Strassen sind noch durch eine Autobahn und einige noch zusätzlich durch einen Motorway überdeckt. Also, das Straßennetz in 3 Etagen, dazwischen gibt es noch Auf- und Abfahrten, Kreuzungen und und und… achja der Skytrain tummelt sich ja auch noch in einer Höhe von 15 bis 20 Meter übe dem Boden, also mitten zwischen den Hochstrassen. Und last but not least ab nächstes Jahr soll sich noch eine U-Bahn dazu gesellen. Bauen tun sie ja schon lange daran, nur ob sie auch zeitlich fertig wird, das steht in den Sternen. Die Japaner (sie sind am Bau beteilig) haben da ja ihre eigne schlechte Erfahrung mit Grundwasser und sollten das ja wohl im Griff haben. Auf der anderen Seite, in Tokio schwimmt der unterirdische Hauptbahnhof immer weiter auf, also so ganz im Griff haben sie das Wasser doch nicht.

Ich bezeichne Bangkok immer als Größten Parkplatz der Welt. Das was wir in Europa als Rush Hour bezeichnen ist hier der Standard. Wenn es hier die Rush Hour einsetzt braucht man im Schnitt für 2 km eine Stunde, es war aber schon schlimmer wurde mir erzählt, da hat man für die gleiche Strecke 3 Stunden gebraucht. Mit anderen Worten, es kann nur besser werden. Ein Taxifahrer hat mir vor kurzem erklärt, das der Begriff „rot tit“ der normale Zustand ist und man sich eigentlich erst über „rot tit mak“ aufregen sollte. Der Leser wird sich jetzt fragen was ist der Unterschied, nun der erste Begriff bedeutet zähfliesender oder stockender Verkehr, der zweite Begriff besagt das der Verkehr steht und sich nicht mehr bewegt. Soweit zur Unterscheidung wenn mal ein Taxifahrer was von rot tit vor sich hin murmelt. Zu gewissen Zeiten verweigern auch Taxifahrer den Auftrag. Aber dazu mehr unter dem Punkt „Taxifahren das letzte Abenteuer“.

Die Strassen Namen

Wie bezeichnet man nun eine Strasse in diesem Land? Das größte Problem für uns Ausländer ist es, das alle Strassen einen Namen haben, nur die Seitenstrassen und deren Seitenstrassen haben keinen Namen sondern Nummern. Die Seitenstrassen können aber teilweise richtige Hauptverkehrsadern sein, wie etwa die Sukhumvit 63, in diesem Falle hat sie aber auch einen Namen nämlich Ekamai, das ist aber nicht die Regel. Ich versuche einmal die Namensgebung von innen – sprich Haus – nach außen – sprich Hauptstrasse – aufzulösen. Da wohnt jemand im Haus mit der Hausnummer 83, in der dritten Nebenstrasse der 10 Nebenstrasse, der 63 Nebenstrasse der Sukhumvit Road. Das schreibt man dann so: 83 Soi 3/10 Sukhumvit 63, Klongtey Wattana, Bangkok 10110. Den Anfang habe ich ja oben schon erklärt. Da aber nicht jeder weis wo gerade die 63te Seitenstrasse ist gibt man noch den Bezirk (Klongtey) und den Unterbezirk (Wattana) an. Diese Soi 63 Sukhumvit ist eine der Ausnahmen, diese ist so groß das sie bereits einen eigenen Namen hat, nämlich Ekamai. Die Sukhumvit ist auf der anderen Seite ein anderes Extrem diese Strasse beginnt in Bangkok und endet in Vietnam. Sie bleibt durchgehend eine Strasse und wechselt auch nicht die Nummerierung. Na viel Spaß beim suchen einer Hausnummer.

Die Einwohner von Thailand

Wirklich, dieses Land hat auch Bewohner und man kann Stunden und tagelang darüber schreiben. Ich werde den Versuch wagen das ganze in wenige Absätze zusammenzufassen.

An alle Thailänder die das lesen, das ist der Eindruck den unsere Mitbürger hinterlassen. Sollte etwas falsch sein, so ist das mein persönlicher Eindruck und meine persönliche Meinung.

Also dann will ich mal loslegen, das die Tasten rauchen… Wo die Thais ursprünglich herkommen wissen sie selber wohl nicht so genau. Im Grossen und ganzen nimmt man an, das sie aus dem Bereich nord-östlich des Himalajas kommen, also aus dem süd-westlichem China von heute. Ihre Sprache kommt teilweise aus dem mongolischen, aber diese Aussage wird nicht von allen Wissenschaftlern geteilt, viele sagen, das es ursprünglich mehrere Sprachen waren, vor allem Sanskrit und Pali, aus denen später eine Hauptsprache wurde.

Das ist vor allem daran erkennbar, das in der Zentralebene Thai mit 5 Tonlagen gesprochen wird, im Süden mit 6 Tonlagen und im Norden sich die Tonlagen wieder verschieben, teilweise dem chinesisch anpassen. Aber so wie die Sprache so auch die Bevölkerung die diese Sprache spricht.

Die Thais sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen von unterschiedlichen Volksstämmen die sich im laufe der Jahrhunderte zu einem Volk zusammengefunden hat. Die Thais selber sind sehr sehr rassistisch und sagen das sie und alle die anderen Völker unterschiedlicher Rasse sind. Wenn ein Volk nicht in ihren Rassendünkel passt dann ist jeder Mensch aus diesem Volk ein Mensch zweiter und dritter Klasse, auch dann wenn er in Thailand geboren ist. Die Thais sehen z.b. die Inder als Rasse unterster Klasse an, dann kommen die Schwarzafrikaner, dann die westlichen Ausländer (Farangs), dann die asiatischen Ausländer und an der Spitze die Thais als die Krönung. Am schlimmsten mit dieser Hierarchie sind die Leute aus dem Norden, die treiben es dann zur Spitze in dem sie auch noch anfangen das Essen der anderen zu verteufeln und zu behaupten ohne ihr Essen können sie nicht leben und alle anderen sind keine Thais weil sie nicht ihr Essen essen, daher sind sie auch krank, was einen echten Thai nie passieren kann… (Einbildung ist ja auch eine Bildung).

Auf der anderen Seite ist der Thai nicht in der Lage Probleme zu bearbeiten, sondern er weicht aus oder er lächelt einfach. Auf diesem Wege verhindern viele Thais persönliche Probleme. Wenn man jemand anlacht schlägt er nicht gleich, in der Regel lacht man zurück und schon ist wieder ein Problem einfacher zu lösen. Als zweites baut man einen Kodex auf, dass das Gesicht einer Person nicht verloren gehen darf. Sprich wenn man eine Aussage trifft und diese ist falsch dann wird einem das nicht gesagt, den man könne ja das Gesicht verlieren und das will keiner, also kann jeder in seiner Meinung weiterleben, das er recht habe und dabei stimmt es gar nicht. Meist wird dann ein Weg in stunden- und tagelangen Gesprächen gefunden, um der betroffenen Person klar zu machen, das sie eigentlich nicht recht hat.

Irgendwann hat mal hier jemand treffend gesagt, für das was die Thais 10 Seiten brauchen braucht ein Europäer gerade mal 2 Absätze. Leider hat er recht, wenn der Inhalt einer Tageszeitung oder eines Berichtes auf deutsch zusammengefasst wird, bleibt wirklich nicht mehr übrig. Auf der andren Seite sind sie ohne strenge Auflagen und Wegweiser fast nicht überlebensfähig. Ob das jetzt aus ihrem Erziehungssystem kommt oder nicht sei dahingestellt, ich behaupte mal, ja, vieles wird in der Schule hier falsch gemacht und sogar die Thais kommen langsam dahinter.

Die beiden größten Bevölkerungsgruppen in Thailand sind die Thais und die Thai-Chinesen. Ich möchte jetzt die nächsten Sätze etwas zynisch schreiben, man habe also Nachsicht mit mir; Die Thais braucht man, da ja irgend jemand arbeiten muss. Die Chinesen sind für die Geschäfte zuständig, der Thai ist meist der Arbeiter der Gesellschaft. Beiden gemeinsam ist, das sie nie richtig erwachsen werden. Das unterscheidet auch die Thai-Chinesen von den „echten“ Chinesen.

Wer von den beiden die Bürokratie erfunden hat habe ich noch nicht herausfinden können, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
So lange genug über das „arme Volk“ hergezogen, es gibt auch viele gute Seiten der Thais. Sie sind sehr ehrlich und sagen normalerweise auch immer die Wahrheit, wenn man sie fragt. Diese Aussage kann direkt oder indirekt sein, das hängt ganz davon ab um was es sich handelt.

Ein kleines Beispiel gefällig? Ja, Ok, hier kommt es: Bei uns in der Firma ist der Koordinator ein junger Deutscher mit viel Elan – er bekommt aber nach 2 Monaten schon mit 23 die ersten Grauen Haare. Er fragt irgendwann einen unsere Techniker, der nur am telefonieren ist, mit wem er da telefoniere, der meint darauf mit Freunden und pappelt weiter. Unser Koordinator meint das geht so nicht und er soll seine Arbeit machen aber nicht telefonieren. Nach 1½ Wochen wurde dem Herren das Telefon für abgehende Anrufe gesperrt. Jetzt beschwert er sich, daß das Management gemein sei und sonst noch alles mögliche, weil er nicht mehr Telefonieren darf. Er hat immer die Wahrheit gesagt. Beispiele dieser Art gibt es noch Hunderte. Also, der Thai schadet sich in seiner Ehrlichkeit lieber selber, als das er lügen würde. Ob das was er macht, richtig oder falsch ist hat damit ja nichts zu tun. Der Thai-Chinese sei aus dieser Regelung bitte ausgenommen, diese Leute haben dazu ein anderes Verhältnis. Die Thais selber aber, da sie keinen Streit wollen werden diesem immer ausweichen und sind daher sehr sanftmütig und leiden eher. Wobei sie dabei aber auch gerne Ersatz für ihre Wut suchen, dazu aber später mehr.

Post Scriptum

Soweit die erste Ausgabe. Eigentlich sollte sie schon lange fertig sein, aber da kam teilweise die Arbeit, zum Teil auch mein innerer Schweinehund – die Faulheit – dazu. Was mich aber am meisten aufgehalten hat war die Formulierung über die Thais. Ich weis nach wie vor nicht ob es richtig verstanden wird. Ich habe nichts gegen die Leute aber diese Leute haben etwas gegen alle Ausländer und das erhöht die Spannung aber auch die Kluft zwischen den Völkern und es erleichtert nicht das Zusammenleben.
Aber vielleicht kann ich in Zukunft bessere Geschichten darüber berichten.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und verbleibe für heute

The Cat Man

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